Naturdenkmal Wildenburg - Hunsrueckverein e.V.

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Naturdenkmal Wildenburg

Sehenswertes



(610m) bei Kempfeld
2500 Jahre Geschichte hautnah erleben!



Wo die herrlichen Wanderwege um Kempfeld sternförmig zusammen treffen, liegt im Zentrum eines Natur- und Landschaftsschutzgebietes die Wildenburg, eine Pilgerstätte für Hobby-Historiker und Profis aus aller Welt
  

Die Wildenburg wurde im Mittelalter 1330 von dem Wildgrafen Friedrich von Kyrburg erbaut. Nach einer langen wechselvollen Geschichte von Zerstörung, Wiederaufbau und Besitzerwechsel, geht sie im Jahre 1963 in den Besitz des Hunsrückvereins über, wird renoviert und 1966 wird das Wildfreigehege angegliedert. Im Jahre 1981 wurde der Aussichtsturm eingeweiht.
Als Wahrzeichen der vorchristlichen Zeit erstreckt sich der keltische Ringwall von der Burganlage nordöstlich im Naturschutzgebiet Wildenburger Kopf in dem sich noch uralte Baumbestände befinden.











Kleine Zeittafel der Geschichte:

600 - 475 v. Chr. Hallstattzeit D (Ältere Hunsrück-Eifel-Kultur)
475 - 225 v. Chr. Frühlatènezeit (Jüngere Hunsrück-Eifel-Kultur)
225 - 0 Mittel - und Spätlatènezeit (Kultur der keltischen Treverer)  
   
58 - 50 v. Chr. Eroberung Galliens durch Caesar
ca. 50 v. - 375 n. Chr. Römerzeit
1298-1369 Wildgraf Friedrich von Kyrburg, Erbauer der Wildenburg (1328), Herr auf dem Wildenburgrücken
1330 wird die Burg erstmals genannt und Kurtrier zu Lehen auftragen
1346 - 1353 war die Burg in Händen des Erzbischofs Balduin von Trier
1403 erhiehlt die Siedlung Tal Wildenburg Stadtrecht
1409 starb als letzter seines Geschlechts der Wildgraf Otto von Kyrburg  
bis 1798 war die Burg Sitz eines wild- und rheingräflichen Amtmanns
1651 wird die Burg von lothrinischen Marodeuren erstürmt, geplündert und verbrannt
1660 wird für den Amtsmann unterhalb der Burg ein Amtshaus gebaut  
seit 1701 sind die in Gaugrehweiler (Rheinhessen) ansässigen Rheingrafen von Rheingrafenstein die zuständigen Landsherren
1782 trat der Rheingraf Karl Ludwigaus der Grumbacher Linie an Stelle der Rheingrafensteiner in die Gemeinschaft mit Salm-Salm und Salm-Kyrburg ein.
1798 wird die Wild- und Rheingrafschaft französisches Staatsgebiet
1807 gehen die Wildenburger Gebäude in Privatbesitz über
1859/1860 erwirbt der preußische Staat diese Gebäude und richtet auf den Grundmauern eine Revierförsterei ein, die bis 1962 dort blieb
seit 1877 ist auf der Wildenburg eine Gaststätte (im Haus der Revierförsterei)
1963 geht die Wildenburg in den Besitz des Hunsrückvereins über, der in den Jahren alle Gebäude renoviert und den gastronomischen Betrieb für gehobene Ansprüche ermöglicht
1966 richtet der Hunsrückverein im Waldgebiet vor der Burg ein Wildfreigehege ein
1969 kommt die Wildenburg infolge der Verwaltungsneugliederung des Landes Rheinland-Pfalz vom aufgelösten Kreis Bernkastel in den Landkreis Birkenfeld
1981 wird der Aussichtsturm auf der Felskuppe, wo ehemals der Bergfried der mittelalterlichen Burg stand, fertiggestellt


Blick vom Aussichtsturm


Im Jahr 1981 wurde der Aussichtsturm eingeweiht.
Von oben genießt man einen herrlichen Panoramablick über die Hochebenen des Hunsrücks, über das Wildfreigehege
bis hin zur Steinbachtalsperre und über die Höhenzüge des Idarwaldkopfes und des Erbeskopfes (818 m)

 
 
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